CADISTORIA
ASIEN

1     Nemrut Dagh
Am türkische Berg Nemrut Dag befinden sich die Ruinen des Mausoleums von Antiochus I. (69 bis 34 v.Chr.), Herrscher über Kommagene, einem Reich, das sich nach dem Zerfall des Reiches von Alexander dem Grossen nördlich des Euphrat etablieren konnte. Einst umringten fast 50 Meter hohe Statuen griechischer und persischer Herrscher bzw. zarathustrischer Götter die monumentale Begräbnisstätte von Antiochus I. Heute ruhen die herabgefallenen Steinhäupter am Boden, blicken in die steinige Berglandschaft und lassen die Bedeutung erahnen, die diese Region im Spannungsfeld des hellenistischen und persischen Einflussbereichs hatte.

Weiter

    Ephesos
Die Geschichte der Stadt Ephesos reicht bis in das Neolithikum zurück, fand ihren Höhepunkt in der griechisch-römischen Antike und erlebte eine letzte Blüte unter der seldschukischen Dynastie der Aydinogulari im 14.Jahrhundert n. Chr.

Weiter

    Das Herodion
Festung in der Wüste Ungefähr 8km südöstlich von Bethlehem liegt die Wüstenzitadelle Herodion, eines der herausragendsten Bauwerke des Herodes des Großen. Nach all seinen Eroberungen wollte Herodes einen sicheren Ort. Ein gewaltiger Mauerring mit vier Wachtürmen umgibt den großflächigen Wohnbereich mit Badehaus, mehreren heißen Bädern, Arkaden, einer Synagoge und zahlreiche andere Annehmlichkeiten. Auf dem Gipfel des künstlich erhöhten Berges ließ sich Herodes bereits zu Lebzeiten ein Mausoleum errichten. Das gesamte Herodion hat die Ausmaße eines Fußballstadions und thront auf einer Erhebung von 100m über der Wüste. Die Aussicht vom Herodion ist phantastisch: Jerusalem im Norden, Bethlehem im Westen, das Tote Meer hinter den Hügeln von Judäa im Osten, und im Süden liegt abgelegen und unzugänglich das Kloster von Mar Saba.

Weiter

   

Masada
Die ehemalige jüdische Festung Masada (hebräisch: "Mezadá" = "Festung") befindet sich in Israel am Südwestende des Toten Meeres. Sie wurde im Wesentlichen von König Herodes I. (dem Großen) etwa zwischen 40 v. Chr. und 30 v. Chr. an der Stelle einer einige Jahrzehnte älteren und kleineren Festung erbaut. Für ihre Zeit galt sie als uneinnehmbar. Auf einer Hochfläche mit felsigen Steilabhängen gelegen, war sie ursprünglich nur über drei schmale Saumpfade zugänglich. Während der Höhenunterschied zum östlich gelegenen Toten Meer über 400 Meter beträgt, ist der Abhang Richtung Westen 100 Meter hoch.

Weiter

    Petra
Die Felsenstadt Petra in Jordanien wurde 1985 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Das Jordanische Petra war die Hauptstadt des antiken Reiches der Nabatäer. Sie ist berühmt für ihre in den Fels geschnittenen Tempel und Bauten.

Weiter

    Palmyra
Inmitten der syrischen Wüste zwischen Mittelmeer und Euphrat befindet sich die Oase Tadmor mit den Ruinen der antiken Stadt Palmyra. Seine Existenz verdankt der Ort den Efqa-Quellen, die bereits in der Antike die einzige Wasserstelle weit und breit darstellten. Daher war der Platz Anlaufstelle für die großen Handelskarawanen, die zwischen Euphrat und Mittelmeer durch die syrische Wüste zogen.

Weiter

    Babylon
Babylon wurde im 18. vorchristlichen Jahrhundert vom nomadischen Stamm der Amoriter als theokratischer Stadtstaat von einem Stammesfürsten gegründet. Die Stadt trat das kulturelle Erbe des zerfallenen Reichs Sumer an, von dem es die akkadische Sprache und Keilschrift übernahm. Rund sechs Dynastien und 150 farblose Jahre später bestieg Hammurapi den Thron Babyloniens, das bis dahin nur wenige hundert Quadratkilometer groß und im politischen Gefüge Mesopotamiens, dem heutigen Irak, lediglich von geringer Bedeutung war. Durch geschickte Politik und erfolgreiche Feldzüge machte Hammurapi den Stadtstaat am Euphrat zu einem Großreich.

Weiter

    Ur
Ur in Chaldäa ist eine der ältesten sumerischen Stadtgründungen in Mesopotamien (Zweistromland, im heutigen Irak) und eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte. Die Zikkurat des Mondgottes Nanna wurde in Ur erbaut. (Siehe auch Zikkurat.) Die Anfänge der Königsstadt reichen bis ca. 5000 v.Chr. zurück. Nach der Überlieferung des Alten Testaments soll Abraham in Ur geboren sein. Im 4. vorchristlichen Jahrhundert wurde die Stadt aufgegeben.

Weiter

    Persepolis
Persepolis (persisch: Takht-e Djamshid) war eine der drei Hauptstädte des alten Perserreiches, gegründet 520 v. Chr. durch Dareios I.. Persepolis war der griechische Name. Die Stadt lag im heutigen Iran am Fuß des Berges Kuh-e Rahmat nordöstlich von der heutigen Stadt Shiraz ca. 65 km entfernt in der Ebene von Marv Dasht.

Weiter

    Sanchi
In den nördlichen Ausläufern des Vindhya-Gebirges im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh, erhebt sich inmitten der Dekkhan-Hochebene und in der Nähe der Industriestadt Bhopal, ein kleiner Hügel namens Sanchi. Auf ihm befindet sich, schon von weitem sichtbar, der älteste und besterhaltenste buddhistische Stupa- Komplex Indiens. Erbaut wurden diese bedeutenden buddhistischen Bauwerke vom 3. König der Maurya-Dynastie Kaiser Ashoka. Zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. war Sanchi eines der Hauptzentren der buddhistischen Kultur und des Klosterwesens in Indien.

Weiter

    Mahabalipuram
Mahabalipuram ist berühmt für seine uralten Tempelanlagen aus dem 5.-8.Jhdt, die seit 1985 zum Weltkulturerbe gehören. Der Tempelbezirk besteht aus mehreren Tempeln und Höhlen (Mandapams). Die Reliefs zeichnen sich durch eine wunderbar naturgetreue Darstellung der Menschen, Tiere und Alltagssituationen aus. Das bekannteste Relief ist Arjuna´s Penance (auch als Descent of the Ganga bekannt) und mit 27 Meter Breite und 9 Meter Höhe das größte Basrelief der Welt. Arjuna bittet dabei auf einem Bein stehend Shiva um Hilfe bei der Rückeroberung seines Königreiches. Die fünf Rathas sind unvollendete monilithische Tempel, man kann sie also nicht betreten. Sie haben jedoch bis in die Gegenwart die Gestaltung der südindischen Tempelanlagen geprägt. Die Reliefs an den Seiten sind zwar schon etwas verwirrtert, aber immer noch schön.

Weiter

    Ajanta
Frühbuddhistische Höhlentempel Innerhalb von 900 Jahren entstanden südöstlich von Bombay ab 200 v. Chr. etwa 30 in den Fels gehauene Heiligtümer. Zahlreiche Fotos dokumentieren die Faszination dieser Kloster-und Tempelanlage, die vor allem durch ihre Wandmalereien nach Geschichten aus der buddhistischen Literatur berühmt geworden ist.

Weiter

    Bagan
Die antike Stadt Bagan entlang des Irrawaddy – Flusses ist Heimat für über 2000 Pagoden und Tempel, die ein Gebiet von über 40 Quadratkilometern bedecken. Bagan ist Weltkulturerbe und eine der wichtigsten und bemerkenswertesten archäologischen Stätten in Asien. Bagan repräsentiert das spirituelle Erbe des alten Burma.

Weiter

    Borobudur
Borobudur ist eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens. Die kolossale Pyramide befindet sich 40 km nordwestlich von Yogyakarta auf der Insel Java in Indonesien. Gebaut wurde die Pyramide vermutlich zwischen 750 und 850 während der Herrschaft der Sailendra-Dynastie. Jahrhundertelang lag sie unter Schichten vulkanischer Asche verborgen, bis im Jahr 1835 Europäer sie wieder ans Tageslicht brachten. Ein Restaurationsprogramm in der Zeit zwischen 1973 und 1984 brachte große Teile der Anlage wieder zu früherem Glanz. Borobudur wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Weiter

    Angkor
Die Tempel-Landschaft Angkor liegt in Kambodscha. Sie ist eine der größten der Welt. Hunderte von Tempel prägen eine Dschungellandschaft mit einer Gesamtfläche von etwa 200 km². Die kulturelle und historische Bedeutung machten die Anlage 1992 zum Weltkulturerbe. Mittem im undurchdringlichen Dschungel stösst man auf verwunschen wirkende Tempel einer untergangenen Kultur, teilweise wieder von Bäumen überwuchert; dieser "Indiana Jones"-Effekt macht die eigentliche Faszination des Tempelkomplexes aus.

Weiter

    Sukhothai: Ruinen von Sukhothai
Gegründet 1238 aus einer alten Khmer-Siedlung, wurde Sukhothai wenig später für 120 Jahre Hauptstadt des gleichnamigen erstmals unabhängigen Thai-Königreiches. Sukhothai (wörtlich: Morgenröte der Glückseligkeit) gilt als die Wiege des heutigen Thailands. Die Ruinenstadt Sukhothai besteht aus fast 200 Tempelanlagen, die die gesamte Sukhothai-Periode repräsentieren.

Weiter

    Ayutthaya
Über 40 Jahre Hauptstadt gehen an der Ausstattung einer Residenz nicht spurlos vorüber: Vom nördlichen Bangkok gelegenen Ayutthaya aus wurde Siam, das heutige Thailand, 1350 bis 1767 von insgesamt 33 Königen regiert. Ausgedehnte Palast-, Klöster- und Tempelanlagen haben die allerhöchste Stadt zu einer Perle buddhistischer Baukunst werden lassen und einen ganz eigenen Ayutthaya-Stil hervorgebracht, der sich durch präzise Symmetrie auszeichnet, ehe Angriffe der Burmesen der Pracht ein Ende machten. Seit 1956 wird an einer vorsichtigen Restaurierung der wichtigsten Bauten gearbeitet, die zusammen mir den Ruinen seit 1991 UNESCO-Welterbestätte sind.

Weiter

    Champa
Das Königreich Champa entstand im 2.-3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung unter Einfluss Indiens als Handelskolonie. Die direkten Nachbarn und vor allem in späteren Jahrhunderten die Hauptrivalen der Cham waren die Khmer im heutigen Kambodscha mit der Hauptstadt Angkor Thom. Die Streitereien mit den Khmer gingen bis in das 15. Jahrhundert. Auf der anderen Seite lebten die Vietnamesen in Dai Viet.

Weiter

    Xi´an
Xi'an war die erste Hauptstadt Chinas und blieb für mehr als 11 Dynastien (1120 Jahre) die Hauptstadt Chinas unter dem Namen Changan. Während der Tang-Dynastie (618-907 AD) war das damalige Changan die größte Stadt der Welt. Den Namen Xi'an erhielt die Stadt im Jahr 1369. Xi'an wurde mit den archäologischen Ausgrabungen im Jahr 1974 weltbekannt, als über 6000 lebensgroße Terrakottasoldaten in Gefechtsaufstellung entdeckt wurden. Die Grabstätte des Kaisers Qin Shihuang (221 v. Chr.-209 v. Chr.), der als erster China als Land einte und die Qin-Dynastie begründete, ist heute eine der Touristenattraktionen in China neben der Großen Mauer.

Weiter

    Luoyang
Luoyang ist eine der sogenannten vier großen alten Hauptstädte Chinas, die unter mehreren Dynastien die Hauptstadtfunktion ausübte. Sie liegt etwa 110 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Zhengzhou am Fluss Luohe. Die Longmen-Höhlen gehören seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Weiter